Frisches Gemüse aus dem eigenen Keller!
Januar und Februar sind keine gute Zeit für Gemüsegärtner und auch in der Küche werden die frischen Gemüse langsam rar. Aus dem Freiland gibt es jetzt noch Rosenkohl, Pastinaken und Feldsalat. Diese Gemüse sind sehr frosthart. Allerdings muss Feldsalat unter der Schneedecke erst einmal gefunden werden und Pastinaken aus dem gefrorenen Boden auszugraben ist praktisch unmöglich. Mein Lieblingssalat und Lieblingsgemüse bei Frost und Schnee ist der Chicorée, denn er wächst im Keller.
Einlagern und Antreiben
Die Chicorée-Rüben konnten bequem im Herbst geerntet werden. Sie wurden dann in Substrat eingelagert und kalt und dunkel aufbewahrt. Nach dem Einlagern beziehungsweise Einsetzen der Rüben in normale Erde, Sand, Torf oder Blumenerde wurde das Substrat richtig gewässert. So sind die Rüben viele Monate haltbar.
Weil Chicorée bereits im Kühlen zu treiben beginnt, ist es schlau die Rüben senkrecht in das Substrat zu stellen. Lagert man sie liegend ein, dann wachsen die Sprosse schon während der kühlen Lagerung nach oben und somit um die Ecke. Um sie später richtig zu treiben ist das unpraktisch. Noch besser ist es die Rüben bereits nach der Ernte dicht an dicht in einen Topf zu stellen. In diesem können sie später direkt und ohne weitere Arbeit getrieben werden. Achten Sie darauf, dass die Rübenköpfe alle auf der gleichen Höhe sind, denn das erleichtert später die Ernte. Zum Antreiben stellen Sie den vorbereiteten Topf vom Kalten ins Warme. Chicorée-Sprosse wachsen bei 15 °C in vier bis sechs Wochen zur gewohnten Größe heran. Das geht am besten in einem dunklen Keller oder abgedeckt unter einer Kiste oder Folie in kühlen Nebenräumen. Beim Treiben ist es sinnvoll jede Woche einmal zu gießen.
Nicht alle Chicorée-Sprosse werden perfekt, die offenen schmecken aber genauso gut wie die geschlossenen. Lassen Sie den Chicorée nicht zu groß werden. Schneiden Sie den gesamten Spross mit einem Küchenmesser etwas oberhalb der Rübe ab. Fertig!
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