Zwei Wochen sind nun vergangen seit meiner ersten Aussaat in diesem Jahr. Schon nach den ersten zwei, drei Tagen war erste Aktivität bei einigen Samen zu vermelden. Insbesondere bei den Puffbohnen, bei denen ich jedoch rasch meinen ersten Fehler feststellte: ich hatte drei der vier Bohnenkerne anscheinend falsch herum eingesetzt …
Zellteilung im Galopp
Nach einigen Tagen Abwesenheit (ich tummelte mich auf der Leipziger Buchmesse) war ich doch recht verdutzt, welches Bild sich mir bei meiner Rückkehr bot: Mais und einer der Puffbohnenkerne sind äußerst munter. Ich frage mich, wie ich die eifrig zellteilenden Herrschaften bis Anfang Mai bei Laune halte. Am 8. Mai ist die Übergabe der Gartenglück -Parzellen und die Pflanzenkinderchen dürfen erst dann ins Erdreich.
Blumento-Pferde in der Blumentopferde: Schimmel
Nun, die kommen ins Erdreich, die bis dahin durchhalten und gedeihen: Während sich neben Puffbohnen und Mais auch Mutterkraut, Wildtomaten, Spitzkohl und Eissalat bestens entwickeln, herrscht bei Wildchili, Wirsing und Dill weitestgehend Schweigen im Walde. Leider gibt es auch Verluste zu beklagen: Der Topf mit Wildblumensamen ist verschimmelt. Lag es an der Erde von vor zwei Jahren? Habe ich es zu gut gemeint mit der Wasserzufuhr? Ich werde einen zweiten Versuch mit frisch erworbener Erde starten.
Konspirativ und fruchtbar: Samentausch
Zum Ansetzen von weiteren Vorkulturen hat mich ohnehin der Samentausch animiert. Samentausch? Keine Sorge, es folgt kein FSK 18-Content
. Für den Kleinstamateur-Gärtner wie mich und andere Gartenglückler sind in den Samentütchen meist zu viele Samen für eine Saison. Weshalb ich mich mit zwei Freundinnen traf, die ebenfalls einem Sommer voller Gartenglück mit Gemüse-Selbsternte entgegensehen. Und auch das ein oder andere an Saatgut geordert hatten. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude.
Es folgte also ein konspiratives Treffen zum Samentausch bei Kaffee und Kuchen. Im Besitz von spannend klingenden Saaten werde ich in den nächsten Tagen den nächsten Anzuchterde-Dealer aufsuchen und weitere Experimente starten. Auf dass es endlich Mai werden möge und die lieben Kleinen da Zellen teilen und heranwachsen können, wo es ihnen bestimmt ist: auf dem Acker!
Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag
Vielfalt aus der Samentüte. Säen, pflegen, staunen. Natalie Faßmann. 2009. 64 S., 62 Farbf., kart. ISBN 978-3-8001-5782-2. € 7,90
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