Gartenhäcksler – welcher Typ ist zu empfehlen?

Häcksler, Quelle: dominik2706, Flickr.com

Häcksler, Quelle: dominik2706, Flickr.com

Die Prospekte diverser Baummärkte sind zur Zeit voll mit Angeboten über Gartenhäcksler. Angesichts der hohen Schnittabfälle an Strauchgut, die im Verlauf einer Gartensaison anfallen, denkt so mancher Gärtner über die Anschaffung eines solchen elektronischen Gartengerätes nach. Im folgenden wollen wir ein paar grundlegende Informationen und Tipps zum Kauf geben.

Im Handel gibt es zwei verschiedene Typen an Gartenhäckslern, die aufgrund ihrer Technik für unterschiedliche Zwecke geeignet sind.

  1. Walzenhäcksler
  2. Messerhäcksler

Kernstück des Häckslers bei ersterem Typ ist eine Walze mit einer Gegenplatte, zwischen denen das Schnittgut zerquetscht wird. Die Struktur der Pflanzenteile wird so großflächig aufgebrochen, zersetzende Mikroorganismen können leichter eindringen. Daher eignen sich Walzenhäcksler sehr gut für die Kompostierung von Pflanzenabfall. Ein weiterer Vorteil dieses Häckslertyps ist ihre Robustheit. Schnittgut verharkt sich nicht im Behälter, sondern wird konsequent durchgezogen. Lästiges Auseinanderbauen des Häckslers bei Verstopfungen entfällt. Zudem kann mit einer Schraube der Abstand zwischen Walze und Gegenplatte komfortabel und schnell reguliert werden. Viele Walzenhäcksler werden als Leisehäcksler verkauft, schonen so nicht nur die eigenen Ohren, sondern auch die Beziehung zum Nachbarn. Nachteile: Walzenhäcksler sind aufgrund der Technik sehr schwer, oft wiegen sie etwa 30 kg oder mehr. Zudem kosten gute Häcksler teilweise einige hundert Euro.

Zweitere Häckslerform, die Messehäcksler, zerschneiden das Schnittgut in kleine Stücke. Dies eignet sich dann von seiner Struktur her für das Mulchen der Gartenbeete, da sie sich nur langsam zersetzen. Vorteil der Messehäcksler sind ihr leichtes Gewicht und ihrer niedrigere Anschaffungspreis gegenüber Walzenhäcksler. Die Messer können nachgeschärft werden. Nachteil hingegen: sie sind aufgrund ihrer Technik lauter als Walzenhäcksler. Zudem kann sich das Schnittgut schnell im Schneider verheddern, das Gerät muß dann auseinandergebaut und gereinigt werden.

Sie sehen, die Wahl des Häckslers ist in erster Linie abhängig, wie Sie das Schnittgut verwenden möchten. Für alle Typen gilt grundsätzlich: je mehr Leistung das Gerät aufweist, desto besser und stärker wird das Schnittgut zerhäckselt.

Weitere Tipps für die Anschaffung:

  • Achten Sie, daß die Einfüllöffnung des Häckslers groß genug ist. Nur so können Sie bequem die teils sperrigen oder auch stachligen Äste einführen.
  • Vorteilhaft ist es, wenn das Gerät sich bequem zerlegen läßt – vor allem für kleinere Gärten.
  • Angepaßte Plasteschieber, mit denen man das Gartengut nachschieben kann, sind ein hilfreiches Instrument bei der Arbeit.
  • Neben der Wattzahl ist auch der maximale Durchmesser des Schnittgutes wichtig, je kleiner, desto unpraktischer für die alltägliche Arbeit.
  • Qualitativ hochwertige Geräte zahlen sich aus: zwar ist die Anschaffung zuerst kostspieliger, in der Regel haben diese Geräte aber eine längere Lebensdauer
  • Bei sehr großen Gärten empfiehlt sich ein Benzin-Gartenhäcksler anzuschaffen, da diese mehr Kraft haben

Zum Schluß noch Tipps für das Häckseln: geben sie keine Küchenabfälle oder mit Erde/Keramik/Scherben/Ton versetztes Schnittgut in den Häcksler. Er verstopft so, und die Schneidmesser werden stumpf. Wechseln Sie trockene Äste mit stark blättrigen Schnittgut, um so letzteres besser häckseln zu können. Wichtig für den Arbeitsschutz: Schutzbrille, Ohrschützer und Handschuhe tragen!

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