Schwarze Tomaten

Schwarze Tomaten

Außergewöhnliche Tomatensorten sind etwas für Liebhaber und Gourmets. Die Fleischtomate “Schwarze von der Krim” oder „Black Russian“ und einige andere schwarze Tomatensorten wie die “Schwarze Kubanerin” bringen unvergleichlich aromatische Früchte hervor. Die sogenannten schwarzen Tomaten haben tatsächlich sehr dunkelrote, fast braune Schalen und ein dunkelrotes Fruchtfleisch. Eventuell braunes Fruchtfleisch ist bei dieser Tomatensorte normal beziehungsweise ein Qualitätszeichen – solange es gut nach Tomate duftet. Nach neuen Erkenntnissen enthalten schwarze Tomaten ganz besonders viel Lycopin, die krebshemmende und gesundheitsfördernde Substanz aus Tomaten.
Lassen Sie sich nicht von der rissigen, rund um den Stielansatz grün erscheinenden Fruchtschale beirren – innen sind die Tomaten trotzdem reif, sobald sie sich weich anfühlen. Diese Tomaten sollten Sie beim Ernten sorgsam mit der Gartenschere abschneiden, damit sie nicht zerdrückt werden. Eine einzige Frucht von “Black Russian” kann bis zu 400 Gramm schwer werden.
Genießen Sie die aromatischen Früchte pur ohne alles oder mit etwas Pfeffer, Salz und Olivenöl.

Die Tomatenpflanze der Schwarzen von der Krim ist nicht determiniert. Das heißt, dass die nicht aufhört zu wachsen sondern immer weiter wächst, blüht und Früchte ansetzt – anders als viele moderne Sorten. Deswegen und wegen der sehr großen Früchte benötigt die Pflanze lange, stabile Stecken zum Anbinden. Auch sollten Sie immer wieder gründlich ausgeizen. Obwohl Fleischtomaten generell etwas später reif werden als runde Sorten, können Sie von Schwarzen Tomaten in normalen Jahren ab Juli, in diesem Jahr bereits jetzt reife Früchte ernten.
Leider sind schwarze Tomaten sehr empfindlich. Die Schalen sind sehr dünn und zart, das Fruchtfleisch ist saftig und süß und die Tomatenform ist stark gebuchtet mit einer ausgeprägten Vertiefung am Stielansatz. So verursacht dauerhafter Regen auf die reifen Früchte das Aufplatzen der Schale. Die großen Tomaten können dann von der Spitze oder vom Stielansatz her verfaulen. Eine vor Regen geschützte Hauswand, ein Dach oder Vordach ist der beste Platz für diese Tomatensorten.

Die “Schwarze von der Krim” ist eine alte Sorte, also keine Hybridsorte. Aus ihren Samen kann wieder der gleiche Typ Tomate wachsen. Man nennt dies “samenfest”. Diese Tomatensorte können Sie in Ihrem Garten über Jahre selbst erhalten, indem Sie jedes Jahr von den besten Früchten der besten Pflanzen einige Samen entnehmen und im nächsten Frühjahr aussäen.

Buchtipp zur eigenen Samenernte: Handbuch Samengärtnerei

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This is some text prior to the author information. You can change this text from the admin section of WP-Gravatar  Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und studierte an der Universität Hohenheim mit Schwerpunkt Pflanzenproduktion und tropisch-subtropische Landwirtschaft. Mehrere Jahre arbeitete sie in Einkauf, Qualitätssicherung und Anbauberatung in der Naturkostbranche. Ihre Inspiration zu Rezepten, Gemüsen und Gewürzen sammelt sie bei Auslandsaufenthalten und Reisen. Seit 2002 ist sie Herausgeberin des Onlinemagazins www.biothemen.de und schreibt Berichte über tropische Produkte, Heilpflanzen, Garten und gesunde Ernährung. In ihrem Garten im Nordschwarzwald erprobt sie hunderte von Gemüsesorten und Kräutern und findet meistens etwas Frisches für die Küche. Sie hält Vorträge und tritt als Expertin zu Gartenthemen, internationaler Landwirtschaft und Ernährung auf. Read more from this author


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Über S. Goldscheider

Stefanie Goldscheider ist Agraringenieurin und studierte an der Universität Hohenheim mit Schwerpunkt Pflanzenproduktion und tropisch-subtropische Landwirtschaft. Mehrere Jahre arbeitete sie in Einkauf, Qualitätssicherung und Anbauberatung in der Naturkostbranche. Ihre Inspiration zu Rezepten, Gemüsen und Gewürzen sammelt sie bei Auslandsaufenthalten und Reisen. Seit 2002 ist sie Herausgeberin des Onlinemagazins www.biothemen.de und schreibt Berichte über tropische Produkte, Heilpflanzen, Garten und gesunde Ernährung. In ihrem Garten im Nordschwarzwald erprobt sie hunderte von Gemüsesorten und Kräutern und findet meistens etwas Frisches für die Küche. Sie hält Vorträge und tritt als Expertin zu Gartenthemen, internationaler Landwirtschaft und Ernährung auf.