„Abfall“ im Garten gibt es nicht!

In einem gut angelegten Garten gibt es keine unverwertbaren Reste. Jeder „Abfall“ hat seine nützliche Funktion für den Gemüsegarten, so beispielsweise für Grasschnitt, der jetzt in den Sommermonaten viel anfällt.

Grasschnitt

In Gärten mit großen Rasenflächen fehlt zum Mischen meist eine ausreichende Menge an holzigen, trockenen Abfällen. Geben Sie den Rasenschnitt ungemischt auf den Kompost, bilden sich dicke Matratzen, die sich später nur schwer zerkleinern lassen. Dazu besteht noch die Gefahr einer einsetzenden Vergärung mit einem unangenehmen, fauligen Geruch, der Fliegen anzieht. Das lässt sich durch folgende Maßnahmen verhindern:

• Halten Sie für die Kompostierung des Rasenschnittes ausreichende holzige, trockene Abfälle bereit, zum Beispiel Heckenschnitt, Stroh, Holzhäcksel oder ähnliches.

• Bevor Sie den Rasenschnitt zusammenharken, sollte er einige Stunden anwelken und erst dann auf den Kompost kommen. Der Wassergehalt hat sich auf diese Weise schon deutlich reduziert.

• Bei regelmäßigem Rasenmähen fällt die Menge an Rasenschnitt geringer aus, und er kann auf der Fläche liegen bleiben. Nach spätestens zwei Tagen ist von dem Rasenschnitt nichts mehr zu sehen, und die Kompostierung erübrigt sich.

• Führen Sie eine Flächenkompostierung durch, indem Sie den Rasenschnitt als dünne Mulchschicht im Garten ausbringen. So verrottet er direkt auf den Beeten und Sie können ihn anschließend unter die Gartenerde mischen.

Quelle und Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag

Gemüse. Frische Ideen für den Garten. Kristina Bauer. 2005. 144 S., 177 Farbf., 18 Farbzeichn., 20 Tab., geb. ISBN 978-3-8001-4474-7. € 19,90

Mehr Informationen zum Buch und zur Buchbestellung finden Sie hier.

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  • Heiner Otterstedt

    Naja, in anderen Artikeln schreibt ihr aber doch, dass es im Garten doch Abfall gibt. Im Kompost-Artikel steht, man soll Wurzeln von Wurzelunkräutern in die Mülltonne schmeißen, ebenso soll man laut Tomaten-Braunfäule-Artikel das befallene Laub bloß nicht auf den Kompost geben.

    Was den Rasenschnitt angeht, gebe ich euch natürlich völlig recht.

    Liebe Grüße, Heiner (http://www.hobby-garten-blog.de/

    • http://ulmer.de Garten2null

      Ja, vielleicht sollten wir präzesieren. Der Großteil des Materials, was beim Arbeiten im Garten anfällt, ist kompostierbar, außer Unkräuter wie Giersch, die sich massiv ausbreiten, von Krankheiten befallene Pflanzenteile wie die Tomatenpflanzen mit Braunfäule. Gleiches gilt für nichtkompostierbares Material aus Ton, Keramik, Metalle etc. In diesem Artikel bezog sich die Aussage auf Rasenschnitt ;-) .