In einem gut angelegten Garten gibt es keine unverwertbaren Reste. Jeder „Abfall“ hat seine nützliche Funktion für den Gemüsegarten, so beispielsweise für Grasschnitt, der jetzt in den Sommermonaten viel anfällt.
Grasschnitt
In Gärten mit großen Rasenflächen fehlt zum Mischen meist eine ausreichende Menge an holzigen, trockenen Abfällen. Geben Sie den Rasenschnitt ungemischt auf den Kompost, bilden sich dicke Matratzen, die sich später nur schwer zerkleinern lassen. Dazu besteht noch die Gefahr einer einsetzenden Vergärung mit einem unangenehmen, fauligen Geruch, der Fliegen anzieht. Das lässt sich durch folgende Maßnahmen verhindern:
• Halten Sie für die Kompostierung des Rasenschnittes ausreichende holzige, trockene Abfälle bereit, zum Beispiel Heckenschnitt, Stroh, Holzhäcksel oder ähnliches.
• Bevor Sie den Rasenschnitt zusammenharken, sollte er einige Stunden anwelken und erst dann auf den Kompost kommen. Der Wassergehalt hat sich auf diese Weise schon deutlich reduziert.
• Bei regelmäßigem Rasenmähen fällt die Menge an Rasenschnitt geringer aus, und er kann auf der Fläche liegen bleiben. Nach spätestens zwei Tagen ist von dem Rasenschnitt nichts mehr zu sehen, und die Kompostierung erübrigt sich.
• Führen Sie eine Flächenkompostierung durch, indem Sie den Rasenschnitt als dünne Mulchschicht im Garten ausbringen. So verrottet er direkt auf den Beeten und Sie können ihn anschließend unter die Gartenerde mischen.
Quelle und Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag
Gemüse. Frische Ideen für den Garten. Kristina Bauer. 2005. 144 S., 177 Farbf., 18 Farbzeichn., 20 Tab., geb. ISBN 978-3-8001-4474-7. € 19,90
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