Interview mit Gaby Durlach über ihren Rosengarten: “Wenn man nicht Perfektion anstrebt ist es wirklich entspannend und lässt den Alltagsstress vergessen.”

Foto: Gaby Durlach

Foto: Gaby Durlach

Stellen Sie bitte sich und Ihren Garten (Größe, Lage) kurz vor.

Mein Garten liegt am nördlichen Berliner Stadtrand. Es ist ein kleines Grundstück von 535 qm mit einem Wegerecht für den hinteren Nachbarn, da bleibt für gärtnerische Anlagen nicht viel übrig. Als ich hier vor 35 Jahren einzog, habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht. Mit zunehmendem Alter wuchs meine Liebe zum Garten und auch zur Gartenarbeit. Wenn man nicht Perfektion anstrebt ist es wirklich entspannend und lässt den Alltagsstress vergessen.

Wie lange pflegen Sie Ihren Garten schon? Wie haben Sie ihn übernommen?

Als ich den Garten übernahm war er sehr pflegeleicht angelegt, ein wenig von Hecken eingezäunte Wiese, immergrüne Sträucher, alte Obstbäume, dazu ein paar Rosen. Eine Rose war dabei die einen wunderbaren Duft hatte, damit fing meine Gartenleidenschaft an.

Wie haben Sie ihn gestaltet? Wo holen Sie sich Anregungen her?

1980 bauten wir und zwangsläufig wurde der Garten neu gestaltet. Vor dem Haus wurde ein Teich angelegt, aber die Hecken blieben.  Die alte Duftrose hatte die Bauarbeiten überlebt und blühte jedes Jahr üppig. In den 90ern sah und roch ich bei meinem Bruder die ersten englischen Rosen und von diesem Zeitpunkt an hielten immer mehr Duftrosen Einzug in meinen Garten. Der Platz wurde knapp, deshalb verschwanden nach und nach die Hecken um den mittlerweile ca. 160 Rosensorten Platz zu machen. Gerne hätte ich noch mehr….

Was ist besonders an Ihrem Garte?

Am meisten liebe ich meinen Garten im Mai/Juni. Wenn der Lavendel und die einmalblühenden Rosen verschwenderisch blühen duftet es in jeder Ecke.

Wie sieht ein typischer Gartenalltag bei Ihnen aus?

Oft gehe ich raus und will nur mal Schauen was es Neues gibt. Da aber immer was aufzubinden oder abzuschneiden ist, dauert der Rundgang dann mehrere Stunden, ich merke gar nicht wie die Zeit vergeht.

Was „gibt“ Ihnen der Garten?

Freude, Entspannung, aber natürlich auch Arbeit, Langeweile ist für mich ein Fremdwort.

Wo informieren Sie sich über Gartenthemen oder tauschen sich mit anderen Gartenenthusiasten aus?

Ich informiere mich hauptsächlich in Gartenforen, online Nachschlagwerken und Fachbüchern.

Welche Tipps würden Sie Gartenanfängern geben?

Versucht nicht den perfekten Garten zu haben. Beobachtet Pflanzen und Tiere, das macht Freude und bereichert den Alltag.

Herzlichen Dank für das Interview!

Gaby Durlach im Web:

Möchten Sie auch Ihren Garten vorstellen? Dann einfach die Fragen beantworten und mit Bild an socialmediateam@ulmer.de schicken.

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Die richtigen Rosen für meinen Garten. Eckart Haenchen. 2., verbesserte Aufl. 2002. 128 S., 65 Farbf., 20 Zeichn., kart. ISBN 978-3-8001-3569-1. € 9,90

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