Zur Anlage neuer Erdbeerbeete im Hausgarten – als Rotation mit Gemüsebeeten – ist der August die richtige Jahreszeit. Jetzt wird im Gartenhandel eine große Auswahl an Sorten angeboten. Sie können aber auch die Ableger ihrer eigenen Erdbeerpflanzen in neue Beete verpflanzen. Weil deren Wurzeln noch klein sind (Bild), ist gutes Andrücken und feucht halten in den ersten Wochen wichtig. Die Ableger dürfen nämlich nicht zu tief gesetzt werden. Die kleinen Blattknospen – das so genannte Herz – soll nach der Pflanzung knapp an der Bodenoberfläche liegen.
Neben den einmaltragenden großfrüchtigen und ertragreichen Gartenerdbeeren gibt es auch immertragende Erdbeersorten. Daneben sind Pflanzen oder Samen der einheimischen kleinfrüchtigen aber höchst aromatischen Wald- oder Monatserdbeere erhältlich (Bild). In Wellen produzieren diese wild vorkommenden Erdbeeren Unmengen von kleinen Beeren. Besonders lange tragend und anspruchslos ist auch die sogenannte Wiesenerdbeere. Die Wiesenerdbeere ist eine Kreuzung der ursprünglich amerikanischen Gartenerdbeeren und der einheimischen Walderdbeeren.
Aus immertragenden Erdbeeren kann man eine sogenannte Erdbeerwiese anlegen. Die strenge Pflanzung in Reihen, das Unkrautjäten und Nachpflanzen sind dabei nicht notwendig. Vielmehr eignen sich diese robusten und anspruchslosen Erdbeeren als Bodendeckerpflanzen an allen erdenklichen vollsonnigen bis halbschattigen Stellen des Gartens. In meinem Garten wachsen Sie beispielsweise zwischen und unter den Strauchrosen und unterdrücken nebenbei das Unkraut. Sie verbreiten sich von alleine ohne lästig zu werden. Wo sie stören oder zu viel werden, können Sie die Ausläufer ganz einfach abreißen. Es ist aber gerade wünschenswert, dass Wiesenerdbeeren und Walderdbeeren sich ohne Wechsel der Beete, ohne Nachpflanzen aber auch ohne Pflanzenschutzmaßnahmen, Düngung und Gießen über viele Jahre selbst verjüngen. Bei Wiesenerdbeeren und Walderdbeeren ist also keine zwei bis dreijährige Rotation und Neubepflanzung der Beete notwendig. Allerdings ist die Größe der Wald- und Wiesenerdbeeren bei zu dichtem Bestand vermindert, weil die einzelnen Pflanzen nicht mehr genug Wurzelraum haben. Die Ausdünnung kann ist also hin und wieder sinnvoll sein, wenn wie in diesem Sommer die Pflanzen stark gewuchert sind.
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