Zimmerkallas (Zantedeschia aethiopia) – zähe Kerlchen

Foto: Stan Shebs, wikipedia.deAlso vorweg geschrieben: Ja, ich bin manchmal eine Pflanzenquälerin! Wenn mir jemand Pflanzen schenkt, mit denen ich nichts anfangen kann, dann ist es gut möglich, dass ich versuche sie irgendwie loszuwerden.

Ich habe schon Pflanzen verschenkt, neue Besitzer gesucht und gefunden und hin und wieder vergesse ich auch einfach – absichtlich – die im Herbst einzuräumen. Das hat inzwischen zu manchen Überraschungen geführt, da einige Pflanzen sich gar nicht „beseitigen lassen wollen”.

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie ich an die Zimmercallas gekommen bin, auf alle Fälle wusste ich von Anfang an, dass ich sie im Winter nicht im Haus haben möchte. Blühend waren sie zu schade für den Kompost, also habe ich sie in den Garten gepflanzt.

Eine Ecke meines Garten wird im Winter mit einem Folienhäuschen überbaut, dass ich mit einem Heizlüfter beheizen kann. An dieser Stelle wachsen auch eine ausgepflanzte Olive, ein Oleander und eine Zwergpalme.Vorletzten Winter lag die Temperatur im Häuschen bei maximal minus 4 Grad, dieses Jahr habe ich den Heizlüfter bei minus 6 Grad anspringen lassen. Die Pflanzen werden im Winter so gut wie gar nicht gegossen.

Im Frühjahr bin ich jedes Mal überrascht, dass die Callas wieder ausgetrieben sind und blühen. Nicht nur das: sie scheinen sich auch selbst ausgesät haben. Wer hätte das gedacht?

Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag

1200 Garten- und Zimmerpflanzen. Martin Haberer. 2010. 688 S. 2. Auflage, 1220 Farbfotos, 13 Zeichn., Sonderausgabe. geb. ISBN 978-3-8001-5965-9. 19,90 EUR

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