Wenn Blüten Mangelware sind und nur noch einige Immergrüne Blattschmuck zeigen, treten auffällig gefärbte Rinden in den Vordergrund und erfreuen bei jedem Blick in den Garten das Auge. Eines der attraktivsten Gehölze mit zierender Rinde ist die Kupfer-Birke, die manche Gärtner zugleich als schönste Birke ansehen.
Ansprechende Färbung
Der Namensbestandteil „Kupfer“ beschreibt recht gut die glänzend orange- bis braunrote Tönung der Rinde, die sich ringförmig in dünnen Streifen abrollt. Einen hübschen Anblick bieten zudem die jungen, bläulich bereiften Rindenteile. Gelegentlich wird auch die Sorte ‘Fascination’ angeboten, mit creme- bis rosaweiß gefärbter Rinde.
Ansehnlicher Hausbaum
Natürlich ist die Kupfer-Birke auch in den anderen Jahreszeiten eine Augenweide. Nach dem Austrieb heben sich die frischgrünen Blätter von der rötlichen Rinde ab, bis sie sich schließlich vor dem Laubfall im Herbst gelb verfärben. Mit ihrer locker kegelförmigen Krone und einem recht langsamen Wuchs bis etwa 8–10 m Endhöhe eignet sie sich als prägender Hausbaum, auch für nicht allzu große Gärten. Der aus chinesischen Bergwäldern stammende Baum ist recht winterhart, sollte aber wegen des etwas spätfrostempfindlichen Austriebs einen leicht geschützten Platz erhalten.
Kurzportrait
Botanischer Name: Betula albosinensis
Herkunft: China
Wuchs: Baum mit locker aufgebauter Krone, 8–10 m hoch, 5–6 m breit
Blüte: gelbgrüne Kätzchen
Blütezeit: April
Blatt: eiförmig bis länglich eiförmig, lang zugespitzt, doppelt gesägt, gelbe Herbstfärbung
Ansprüche: sonniger Platz; normaler, nicht zu trockener Gartenboden
Verwendung: im Einzelstand als markanter Blickpunkt
Besonderheiten: flach ausgebreitetes, dichtes Wurzelwerk, schwer zu unterpflanzen
(may)
Quelle: Flora Garten-Kalender 2009.
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