Alte Heilkräuter: Picea abies (Gewöhnliche Fichte, Deutsche Fichte)

Verbreitung: Europa; Britische Inseln; Spanien.
Blatt: Nadelförmig; Oberseite und Unterseite dunkelgrün gefärbt.
Blüte: Deckblätter hellgelb, männliche Blüte rot (beim Verstäuben gelb), weibliche Blüte leuchtend purpurn; einhäusig; IV–V.
Frucht: Zylindrische Zapfen mit rhombischen Schuppen.
Wuchs: Gehölz; 30–50 m hoch; Durchmesser 6–8 m.
Standort: Sonniger bis halbschattiger Standort; trockene bis feuchte, saure bis schwach alkalische Böden mit geringem bis normalem Nährstoffgehalt.
Drogen: Fichtennadelöl – Piceae aetheroleum (das ätherische Öl der frischen Nadeln, Zweigspitzen oder Ästen). Fichtenspitzen – Piceae turiones recentes. Fichtennadelextrakt – Pini extractum (der wässrige Auszug). Pinus abies (HAB).
Inhaltsstoffe: Wirksamer Inhaltstoff ist das ätherische Öl.
Wirkungen: Die ätherischen Öle der Fichte haben auswurffördernde, antimikrobielle und hautreizende Eigenschaften.

Verwendungen: Fichtennadelöl wird zur Inhalation bei Erkrankungen der Atemwege und zu Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden und Durchblutungsstörungen verwendet und ist häufig Bestandteil von Erkältungsbalsamen.

Die ätherischen Öle verschiedener Nadelgehölze wurden in der Volksheilkunde als Badezusatz bei rheumatischen Beschwerden, bei Nervenschmerzen und bei Hautkrankheiten sowie als Inhalation bei Erkrankungen der Atemwege verwendet.

Buchempfehlung zum Thema aus dem Ulmer Verlag

HEILPFLANZEN FINDEN!. Rudi Beiser. 2012. 128 S., 120 Farbfotos, 20 farbige Zeichnungen, kart. ISBN 978-3-8001-7734-9. € 9,90; Erscheint voraussichtlich am 30.01.2012

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