In meinem Garten steht ein Apfelbaum. Er trägt nicht viele Äpfel, und eigentlich ist es noch nicht mal ein richtiger Baum. Es ist einer von diesen Säulenäpfeln, die man getrost als den Segen kleiner und winziger Gärten bezeichnen kann. Tafeläpfel von der Stange – ein Gehölz, das sich dünn machen kann, ist genau das Richtige für einen Reihenhausgarten. Noch ein Pluspunkt von so einer Säule ist, dass man sich nicht mit komplizierten Schnitttechniken für Obstbäume befassen muss. Lediglich zu lange Seitentriebe sollte man abschneiden. Weiterlesen
Schlagwort-Archive: Ernte
Das Gartenglück nimmt ein Ende: Violas letzte Ernte auf der Ackerscholle
Mit der finalen Abernte am gestrigen Samstag ging mein Gartenjahr zuende. In den letzten Monaten zwackte mich mein Gewissen. Nach der Zwischenbilanz Ende Juli nahmen viele andere Projekte, Projekte, mit denen ich mein Geld verdiene, meine Aufmerksamkeit und Zeit in Anspruch.
Daher kam ich nur unregelmäßig zu Erntebesuchen auf der Ackerscholle – und zum Bloggen gar nicht. Ich blättere wehmütig durch die Fotos und lasse das Gartenjahr an mir vorüberziehen. Weiterlesen
Frauendreißiger und Räucherpflanzenernte
Der Hochsommer neigt sich dem Ende entgegen, die Früchte werden reif und mit Maria Himmelfahrt am 15. August ist nun auch der Frauendreißiger angebrochen. Dieser Monat erstreckt sich vom 15. August bis zum 14. September – eine Woche nach Maria Geburt – auch Maria Namen genannt. In dieser Zeit werden traditionell Kräuter geerntet, vor allem diejenigen, die viele ätherischen Öle enthalten. Der Gehalt an diesen und manch anderen wirksamen Pflanzeninhaltsstoffen ist nun am Höchsten. Die Kräuter werden in manchen Regionen noch heute zu Kräuterbüschen verarbeitet und in dieser Form im sogenannten Herrgottswinkel aufgestellt und getrocknet. Ganz trocken werden Sie dann genutzt zum Räuchern: Bei Krankheiten räuchert man das Krankenzimmer damit aus oder man räuchert zum Schutz von Haus und Hof. Auch während der Raunächte zwischen Weihnachten und Neujahr wird geräuchert. Weiterlesen
Zucchini, wo man hinschaut
Liebe Gartenkalender-Freunde,
der Sommer ist da und mit ihm die ersten Erntefreuden aus dem eigenen Garten, wenn man von Erdbeeren, Salaten und eigenen Radieschen einmal absieht. Sind das nun wirklich Erntefreuden?
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Viola im Gartenglück: Zwischenbilanz auf der Ackerscholle
Seit fast drei Monaten bin ich nun stolze Gelegenheitslandwirtin auf meiner gemieteten Ackerscholle. Es ist an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.
Der Gemüsegarten im Juli
Liebe Gartenkalender-Freunde,
wer seine Tomaten wohlbehütet angebaut hat, und zwar unter einem Schutzdach, wo sie von der gefürchteten Braunfäule verschont geblieben sind, der darf sich langsam auf die Ernte dieser köstlichen Frucht freuen, die es in vielen unterschiedlichen Sorten gibt. Das bei der Tomatenpflege so wichtige Ausgeizen (das Entfernen von Seitentrieben) entfällt ab Juli, aber das Nachdüngen sollte man bei den stark zehrenden Tomaten nicht vergessen. Weiterlesen
Von der Ackerscholle zum Kochtopf: Kreativität ist gefragt
Nachdem die Ernte vor kurzem noch eher gemächlich mit Rauke, Spinat, Salat und Radieschen losging, läuft die Zellteilung auf der Ackerscholle nun auf Hochtouren. Jeder Besuch erzeugt große, staunende Augen. Das Feld ist kaum mehr wiederzuerkennen. Ein fruchtbares, blühendes und grünendes Paradies, ein Schlaraffenland für alle Gemüse-Junkies.
Die ersten Kohlrabi sind geerntet und verspeist. Es ist erstaunlich, wie groß der Unterschied ist zwischen dem frisch geernteten Kohlrabi und denen aus dem Supermarkt. Die frisch geernteten Kohlrabi schmecken zart und intensiv. Nicht jeder schätzt Kohlrabi, aber ich möchte behaupten, dass die Ablehnung mit der Erinnerung an verkochte, muffige Kohlspeisen aus Kantinen und Omas Töpfen zusammenhängen mag. Wie auch der arme Rosenkohl daher häufig geschmäht wird. Nur kurz gedünstet behalten die Kohlköpfchen ihren zarten, leicht süßlichen Geschmack und werden nicht “kohlmuffig”.
Viola fährt die erste Ernte ein: Gartenglück galore!
Ganze drei Wochen habe ich es aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Ackerscholle geschafft. Sei es, dass ich in Berufsdingen handlungsreisend war, seien es kräftige Gewitter, die einen Besuch verhinderten.
Nachdem vor einer Weile regelrechtes „Wachswetter“ einsetzte, es also wechselweise regnete und dann wieder warme, sonnige Tage folgte, machte ich mich auf ein etwas grüneres Feld als noch vor drei Wochen gefasst.
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Rosenkohl im Garten stehen lassen!
Rosenkohl gehört zu den besonders ertragreichen und empfehlenswerten Gemüsepflanzen. Zwar sehen, besonders nach einem schneereichen und kalten Winter, die klobigen Pflanzen nicht mehr schön aus, sind krumm und unförmig, die großen Sommerblätter sind teilweise abgestorben und doch sollten Sie die Pflanzen noch weiterhin im Garten stehen lassen. Wenn es noch gesunde Rosenkohl-Röschen zu ernten gibt und Sie diese von den äußeren abgestorbenen Blättern befreien, schmeckt ihr Freiland Rosenkohl auch jetzt noch sehr gut, süß und mild. Doch das ist noch nicht Alles. Meistens sind zu dieser Zeit die gut ausgebildeten Röschen weitgehend geerntet, andere sind klein geblieben oder im Winter einfach erfroren und verfault. Macht nichts! Faules und Vertrocknetes befördern Sie einfach auf den Komposthaufen. Der gesunden Rest der Pflanze, die kleinen Röschen und alle bereits im Herbst ausgetriebenen sowie alle unförmigen Röschen, lassen Sie also ganz einfach an der Pflanze dran.
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